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Frei nach Hofe zu gehen, und so gedenk
ich noch immer. Nur
für heute bin ich zu schwer, die Reise zu machen. Leider
hab ich zu viel von einer Speise gegessen, Die
mir übel bekommt; sie schmerzt mich gewaltig im Leibe.
Braun versetzte darauf. Was war es,
Oheim? Der andre Sagte
dagegen: Was könnt es Euch helfen, und wenn ichs erzählte!
Kümmerlich frist ich mein Leben;
ich leid es aber geduldig, Ist
ein armer Mann doch kein Graf! und findet zuweilen Sich
für uns und die Unsern nichts Besseres, müssen wir freilich
Honigscheiben verzehren, die sind wohl
immer zu haben. Doch
ich esse sie nur aus Not; nun bin ich geschwollen. Wider
Willen schluckt ich das Zeug, wie sollt es gedeihen? Kann
ich es immer vermeiden, so bleibt mirs ferne vom Gaumen.
Ei!
was hab ich gehört! versetzte der Braune, Herr Oheim!
Ei! verschmähet Ihr so den Honig,
den mancher begehret? Honig,
muß ich Euch sagen, geht über alle Gerichte, Wenigstens
mir; o schafft mir davon, es soll Euch nicht reuen! Dienen
werd ich Euch wieder.--Ihr spottet, sagte der andre. Nein,
wahrhaftig! verschwor sich der Bär, es ist ernstlich gesprochen.
Ist dem also, versetzte der Rote: da
kann ich Euch dienen, Denn
der Bauer Rüsteviel wohnt am Fuße des Berges.
Honig hat er! Gewiß, mit allem
Eurem Geschlechte Saht
Ihr niemal so viel beisammen. Da lüstet' es Braunen
Übermäßig nach dieser
gelie Rief er,
eilig dahin! Herr Oheim, ich will es gedenken, Schafft
mir Honig, und wenn ich auch nicht gesättigt werde.
Gehen wir, sagte der Fuchs: es soll
an Honig nicht fehlen. Heute bin ich zwar schlecht zu
Fuße; doch soll
mir die Liebe, Die
ich Euch lange gewidmet, die sauern Tritte versüßen.
Denn ich kenne niemand von allen meinen
Verwandten, Den
ich verehrte, wie Euch! Doch kommt! Ihr werdet dagegen An
des Königes Hof am Herren-Tage mir dienen, Daß
ich der Feinde Gewalt und ihre Klagen beschäme. Honigsatt
mach ich Euch heute, so viel Ihr immer nur tragen Möget.--Es
meinte der Schalk die Schläge der zornigen Bauern.
Reineke
lief ihm zuvor, und blindlings folgte der Braune. Will
mirs gelingen, so dachte der Fuchs: ich bringe dich heute
Noch zu Markte, wo dir ein bittrer
Honig zuteil wird. Und
sie kamen zu Rüsteviels Hofe; das freute den Bären,
Aber vergebens, wie Toren sich oft
mit Hoffnung betrügen.
Abend war es
geworden, und Reineke wußte, gewöhnlich
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