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Achter
Gesang
Weiter
gingen sie nun zusammen über die Heide, Grimbart
und Reineke, grade den Weg zum Schlosse des Königs.
Aber Reineke sprach: Es falle, wie es
auch wolle, Diesmal
ahndet es mir, die Reise führet zum besten. Lieber
Oheim, höret mich nun! Seitdem ich zum letzten Euch
gebeichtet, verging ich mich wieder in sündigem Wesen;
Höret Großes und Kleines,
und was ich damals vergessen.
Von dem Leibe
des Bären und seinem Felle verschafft ich Mir
ein tüchtiges Stück; es ließen der Wolf und die Wölfin
Ihre Schuhe mir ab;
so hab ich
mein Mütchen gekühlet. Meine
Lüge verschaffte mir das, ich wußte den König
Aufzubringen und hab ihn dabei entsetzlich
betrogen: Denn
ich erzählt ihm ein Märchen, und Schätze wußt ich zu dichten.
Ja, ich hatte
daran nicht genug, ich tötete Lampen, Ich
bepackte Bellyn mit dem Haupt des Ermordeten; grimmig Sah
der König auf ihn, er mußte die Zeche bezahlen.
Und das Kaninchen, ich drückt
es gewaltig hinter die Ohren, Daß
es beinah das Leben verlor, und war mir verdrießlich,
Daß es entkam. Auch muß ich
bekennen, die Krähe beklagt sich Nicht
mit Unrecht, ich habe Frau Scharfenebbe, sein Weibchen,
Aufgegessen. Das hab ich begangen,
seitdem ich gebeichtet. Aber
damals vergaß ich nur eines, ich will es erzählen,
Eine Schalkheit, die ich beging, Ihr
müßt sie erfahren, Denn
ich möchte nicht gern so etwas tragen; ich lud es Damals
dem Wolf auf den Rücken. Wir gingen nämlich zusammen
Zwischen Kackyß und Elverdingen,
da sahn wir von weitem Eine
Stute mit ihrem Fohlen, und eins wie das andre Wie
ein Rabe so schwarz; vier Monat mochte das Fohlen Alt
sein. Und Isegrim war vom Hunger gepeinigt, da bat er: Fraget
mir doch, verkauft uns die Stute nicht etwa das Fohlen?
Und wie teuer? Da ging ich zu ihr und
wagte das Stückchen. Liebe
Frau Mähre, sagt ich zu ihr: das Fohlen ist Euer, Wie
ich weiß; verkauft Ihr es wohl? Das möcht ich erfahren.
Sie versetzte: Bezahlt Ihr es gut,
so kann ich es missen, Und
die Summe, für die es mir feil ist, Ihr werdet sie lesen,
Hinten steht sie geschrieben an meinem
Fuße. Da merkt ich, Was
sie wollte, versetzte darauf: Ich muß Euch bekennen,
Lesen und Schreiben gelingt mir nicht
eben so, wie ich es wünschte. Auch
begehr ich des Kindes nicht selbst: denn Isegrim möchte
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